So lernten wir uns kennen


Wie wir uns
kennenlernten




Hier," sagte meine Freundin Steffi zu mir und reichte mir ein Glas Sekt. "Auf dein letztes Wochenende hier in Düsseldorf. " Wir stießen an. Ich freute mich auf den heutigen Abend, erst ging es mit Steffi in ein italienisches Restaurant. Das war auch dringend notwendig, denn ich hatte einen bären Hunger. Erst gab es ein Apparativ und zum Essen einen Rotwein. Als endlich der Spinatauflauf kam waren Steffi und ich schon ganz schön beschwipst. Aber, was sollt’s, es war mein letztes Wochenende in Düsseldorf, nächsten Freitag erfüllte ich mir endlich meinen größten Wunsch und zog nach Freienhagen, ein kleiner Ort in Nordhessen. Verstanden haben dies nur meine besten Freunde und auch die hielten mich ein wenig verrückt, hier in Düsseldorf alles aufzugeben. Irgendwann gegen 23.oo Uhr kam Steffis Freund und ab ging es in die Altstadt. Als wir in der "Kiste" ankamen, war es, nicht anders zu erwarten schon berstend voll. Wir quetschten uns an der Theke durch, bis wir an einen Computerspielautomaten ankamen. Bestellten was zu trinken und tanzten zur Musik. Am Spielautomaten stand ein junger Typ und wenn sich unsere Blicke trafen bekam ich ein komisches Gefühl in der Magengegend. Ich führte es auf den reichhaltigen Alkoholgenuss zurück. Maik, der Freund von Steffi meinte dann, es wäre doch nett, wenn der Typ endlich mit dem Spiel fertig wäre, auch eine Runde zu spielen. Super, wo ich in solchen Sachen doch so toll war. Also, durch den Alkohol mutig, spach ich den Typen an. Thomas erklärte mir bereitwillig wiedieses Spiel funktionierte und das blitzen in seinen Augen gefiel mir immer besser, außerdem hatte er meine Augenfarbe. Steffi und Maik wollten dann auch direkt gegen uns spielen, als sie merkten, dass wir uns auf anhieb verstanden. Thomas und ich waren ein guten Team und wir gewannen sogar. Als er dann noch auf PUR mit mir Discofox tanzte war es endgültig um michgeschehen. Leider wurde mir durch den vielen Alkohol schlecht und ich wollte die Kneipe verlassen. Steffi und Maik kamen nicht zum Ende und meinten sie kämen nach. Thomas blieb an meiner Seite, auch wenn er wusste, das ich nächstes Wochenende nicht mehr hier war und ich auch kein Typ für "One-Night-Stands" war. Draußen angekommen wurde mir so richtig schlecht und ich zeigte mich von meine "besten" Seite, aber Thomas blieb bei mir, weiter noch, er nahm mich mit zu sich, pflegte mich die ganze Nacht. Als ich am nächsten Morgen aufwachte schämte ich mich total, da dieses nicht meine Art war. Thomas blieb weiterhin sehr nett zu mir und wir verabredeten uns sogar für den gleichen Tag. Als wir uns am Kino trafen, machte mein Herz einen Sprung. Nach dem Kino gingen wir noch zusammen Essen, obwohl mein Magen irgendwie noch keine Nahrung wollte. Aus dieser Sache kann nichts werden, dachte ich noch traurig, denn am Freitag ziehe ich weg und Wochenendbeziehung, na ob das mal was ist. Trotzdem trafen wir uns in meiner letzten Woche in Düsseldorf noch. Am Freitag fuhr Thomas sogar mit nach Freienhagen und am Sonntag fuhr er mit dem Zug zurück nach Düsseldorf. Wir telefonierten neun Monate jeden Abend miteinander, sahen uns jedes Wochenende und lernten uns sehr gut kennen und aus der anfänglichen Verliebtheit wurde Liebe. Nach diesen neun Monaten kam ich wieder zurück nach Düsseldorf, wir zogen zusammen und sind ein noch besseres Team geworden, als an dem ersten Tag in der "Kiste". In diesem Jahr werden wir unseren gemeinsamen Wunsch verwirklichen und uns an unserem dritten Jahrestag das "Ja-Wort" geben.



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